Sonstige Objekte in Deutschland
(Militärische Objekte-Richtfunk)
- Dörenberg
Site Code : unbekannt
Status : Militärische Nutzung
Status heute : Militärischer Sicherheitsbereich
Ansicht : (4) Wikipedia, Datei:DoerenbergMentrup.jpg, 2011
Weitere Nutzung der Liegenschaft durch:
Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen
Beschreibungen
Link Seiten, Wikipedia
Georgsmarienhütte (umgangssprachlich GM-Hütte) ist eine Mittelstadt und eine selbständige Gemeinde im Südwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen. Ihr bedeutendstes Baudenkmal ist die im 12. Jahrhundert errichtete ehemalige Klosterkirche des früheren Klosters Oesede in dem gleichnamigen Stadtteil.
"Der Dörenberg ist ein 331,2 m ü. NHN hoher Berg beim Georgsmarienhütter Stadtteil Oesede im niedersächsischen Landkreis Osnabrück. Er ist die höchste Erhebung im Mittelteil des Teutoburger Waldes. Auf ihm stehen der Hermannsturm und ein Funkturm der Bundeswehr.
Außerdem befindet sich auf dem Dörenberg ein Militärgebiet der Bundeswehr mit einem Funkturm. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es im Besitz der britischen Besatzung. Zwischenzeitlich wurde das Areal auch parallel von der Royal Air Force und einer Jugendherberge genutzt. Auf dem benachbarten Grafensundern befindet sich der Fernmeldeturm Grafensundern." [4]
Hintergrundinformationen
"Richtfunknetz - Royal Air Force - 1945-1963
Ab April 1945 nutzte die Royal Air Force, die Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs Großbritannien, das Gelände auf dem Dörenberg und errichtete dort eine "Air Ministry Experimental Station (AMES)".
Später wurde dort von den Briten ein Richtfunknetz errichtet. Um einen schnellen Aufbau gewährleisten zu können, wurden Richtfunkgeräte der Wehrmacht aus dem gesamten Reichsgebiet zusammengetragen. Die britischen Soldaten wurden von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen ausgebildet. Im Laufe der Zeit wurde dann das betriebene Netz auf britisches Gerät umgerüstet. Die Soldaten wohnten zunächst behelfsmäßig in Zelten auf dem Berg. Untergebracht waren die britischen Soldaten ab ca. 1950 bis 1963 in einem Camp der Royal Air Force an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Iburg.
Fernmeldeanlage - Bundeswehr - 1960-2009
Nach der Aufstellung der Bundeswehr am 5. Mai 1955 wurde am 15. Februar 1960 in Gütersloh-Sundern die 3. Richtfunkverbindungskompanie 112 unter der Leitung von Hauptmann Steinbrunn aufgestellt. Die Kompanie sollte die Richtfunkstrecke von Brockzetel (Aurich) nach Wuppertal mit der zusätzlichen Einsatzstellung Iburg für die "2. Allied Tactical Air Force" (ATAF) und die Luftwaffengruppe Nord betreiben. Die Übernahme der Richtfunkverbindungsstationen von den Engländern erfolgte bereits im Januar 1957. Auf dem Dörenberg war nunmehr die 2. Kompanie des "I./Fernmelderegiment 11" zuständig.
Die Fernmelde-Stelle in Iburg wurde als Richtfunk-Relaisstelle betrieben; die Geräte waren in zwei NATO-Fords installiert. Am 25. Januar 1961 brannten die beiden Funkwagen und damit die Station komplett ab.
Im Juni 1961 erfolgte die Umrüstung auf das neue Richtfunk-Gerät FM 12/800, welches gleichzeitig senden und empfangen konnte. Als Antenne wurden Doppelwendelantennen benutzt - überbrückt werden konnten ca. 60 Kilometer.
Die Waffensysteme des Flugabwehrraketengeschwaders wurden ebenfalls an das Richtfunknetz angeschlossen: im Juli 1961 erhielt die Anlage den Anschluss der NIKE-Stellungen (Flugabwehrraketen) in Vörden und Rheine-Bentlage. Der Betrieb erfolgte in zwei Mercedes-Unimog und einem NATO-Ford. Die Soldaten waren im Camp der Royal Air Force in Iburg untergebracht. Um 1962 wurde auch das erste Feldhaus der Richtfunkstation in Steinbauweise erbaut.
Im März 1964 übergab die 2. Kompanie die Richtfunkverbindungs-Station an die 8. Kompanie.
Im November 1967 trafen die 2. und 8. Kompanie Vorbereitungen zum Aufbau einer 120-Kanal Übungsstrecke mit dem Gerät "FM 120/5000" von Bad Iburg nach Münster, die zu Weihnachten auch fertig gestellt wurde. Gesendet wurde mit einer Leistung von 1,25 Watt - als Antennen wurden Parabolspiegel in verschiedenen Größen an einem 30 m hohen Stahlgitterturm genutzt. Dies war der Einzug des 120-Kanal-Systems in das Fernmelderegiment 11.
Ab dem 11. Dezember 1967 wurde die Station Bad Iburg Ausbildungsort für das Weitverkehrspersonal 12 Kanal.
Im Mai 1968 wurde die Linie von Münster über Iburg nach Uden mit dem 120-Kanal-System fertig gestellt.
Ein Jahr später wurde die Station wieder an die 2. Kompanie übergeben. Infolge einer Umgliederung des Regimentes wurde die Richtfunkverbindungs-Stelle am 18. Februar 1970 wieder an die 8. Kompanie zurückgegeben. Im August 1970 wurde mit der Planung für den Aufbau des Vermittlungssystems "F57" begonnen." [4]
heute (1)
2016, Das Gelände der Liegenschaft, ist unter Google Earth erkennbar.
Zufahrt
Bild - Quellenangaben
(1) Geographische Ansicht
(1) Google Earth, Google Street
(2) Wikipedia, Logo
(3) Wikipedia, Datei:GMhuetteKasino.JPG
(4) Wikipedia, Datei:DoerenbergMentrup.jpg