ACE-High System von 1958 bis 1995
ACE-High System (Allied Command Europe Tropospheric Forward Scatter Communications Systems)
Aurich
- Aurich
53°30'32.04"N/7°26'34.83"O - 10 m.üNN
Antennen üGND : Scatter, Höhe 20 m [9]
Antennen üGND : L.o.S. Tower, Höhe unbekannt
Site Code ab 1958 : AA (Emden)
Site Code ab 1971 : AEMZ
Status : Aufgegebene Nutzung
Status heute : Renaturierte Liegenschaft
Ansicht : aktive NATO-Liegenschaft (8)
Weitere Nutzung der Liegenschaft durch:
| System | Position | Station |
Aurich | Aurich |
Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen, 1959 (1) (3)
Verbindungen
AA - Emden (Aurich) > DA - Karup (Torphoej)- Scatter Line - Station ohne Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 288,00 Km
AA - Emden (Aurich) > AB - Moenchen-Gladbach (Roetgen) - Scatter Line - Station ohne Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 328,00 Km
AA - Emden > AFCENT Microwave Station CIP 67 - Station Brockzetel - L.o.S Line (> Control Center im Bunker "Balduin")
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 14,7 Km
Verbindungen
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 220,00 Km
Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen, 1976 (1) (4)
Verbindungen
AEMZ - Aurich > DTOZ - Kollemorten - Scatter Line - Station ohne Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 288,00 Km
AEMZ - Aurich > ALAZ - Lammersdorf - Scatter Line - Station ohne Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 328,00 Km
AEMZ - Aurich > AFCENT Microwave Station CIP 67 - Station Brockzetel - L.o.S Line (> Control Center im Bunker "Balduin")
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 14,7 Km
Power Category, Transmitter Typ
Station AA, Power Category - I
Station AA, Transmitter Typ - 2 Scatter Line
Information zu der Energieversorgung der Liegenschaft:
Die Energieversorgung der ACE-High Stationen lassen sich in sechs allgemeine Kategorien einteilen, die sich aus unterschiedlichen Kombinationen der Stromversorgung aus der internen Energieversorgung von Generatoren innerhalb der Liegenschaft ergeben. Sie werden wie folgt bezeichnet:
"Category I": Die Primärenergie wird aus der lokalen kommerziellen Versorgung bezogen, die Notstromversorgung wird von zwei schnelllaufenden, automatisch anlaufenden Dieselgeneratoren bereitgestellt.
Bilddokumentationen, (2) (5) (6) (8) (9)
In der Betriebsphase.
Informationen aus der Stasi Mediathek ( DDR-Ministerium für Staatssicherheit)
Bericht der Funkaufklärung des MfS über eine "maritime politisch-operative Aktion" in der NordseeIm Rahmen einer "maritimen politisch-operativen Aktion" beobachtete das MfS 1987 westliche Einrichtungen und NATO-Funkverbindungen in der Deutschen Bucht.
Sie interessierte sich besonders für eine westdeutsche Forschungsplattform.
Bilddokumentationen, 1992 (9)
Abschaltung der technischen Anlagen.
Bilddokumentationen, 2012 (1) (PA)
Beschreibungen
Link Seiten, Wikipedia
Thema, Aurich [3]
"Aurich (ostfriesisches Platt: Auerk; saterfriesisch: Aurk) ist die Kreisstadt des Landkreises Aurich in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens. Aurich ist die zweitgrößte Stadt Ostfrieslands – sowohl nach Einwohnern (hinter Emden) als auch nach der Fläche (hinter Wittmund). Mit 42.490 Einwohnern (30.06.2021) ist Aurich eine selbständige Gemeinde sowie eine Mittelstadt und wird in der Raumordnung des Landes Niedersachsen als Mittelzentrum geführt." [3]
Thema, Richtfunkstation Tannenhausen [4]
"Die Richtfunkstation Tannenhausen ist eine ehemalige militärische Liegenschaft auf dem Gebiet der Stadt Aurich in Ostfriesland. Die Anlage war Teil des ACE-High-Richtfunksystems, ein von der NATO in Auftrag gegebenes Frühwarnsystem, in dem ein Netz von miteinander in Verbindung stehenden Richtfunkstationen eine verlässliche und abhörsichere und unmittelbare Kommunikation innerhalb der NATO-Mitgliedstaaten mittels der Troposcatter-Technik gewährleisteten sollte. Das System sollte auch dann noch funktionieren, wenn Kurzwellenverbindungen nach dem Einsatz von Kernwaffen beeinträchtigt worden wären." [4]
Thema, Mercator-Kaserne (Euskirchen) [5]
"Die Mercator-Kaserne wurde zwischen 1936 und 1938 im Zuge der Wehrmachtserweiterung an der Frauenberger Straße in Euskirchen (Rheinland) erbaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie zunächst zur Unterbringung von Familien, die kriegsbedingt obdachlos geworden waren. Bis 1950 waren dort noch 41 Familien mit 181 Personen untergebracht. Seit 1951 nutzte die Belgische Armee die Kaserne und erweiterte sie. Während dieser Zeit hieß sie „Selzate-Kaserne“. Seit 1970 nutzte die deutsche Fernmeldeweitverkehrs-Kompanie die Kaserne und 1971 richtete die Big Band der Bundeswehr ihren Standort hier ein." [5]
Link Seiten, sonstige Publikationen
"Stasi-Unterlagen sind ein wesentlicher Teil der sichtbaren Hinterlassenschaft des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Die Stasi hatte - im Auftrag der alleinherrschenden Partei SED - vor allem dafür zu sorgen, die Macht des Staatsapparates im Innern und Äußeren zu sichern. Dazu nutzte sie alle erdenklichen geheimpolizeilichen und geheimdienstlichen Methoden." [8]
Thema, Das Bundesarchiv, Stasi Mediathek, Funkaufklärung Nordsee [7]
"Bericht der Funkaufklärung des MfS über eine "maritime politisch-operative Aktion" in der Nordsee. Im Rahmen einer "maritimen politisch-operativen Aktion" beobachtete das MfS 1987 westliche Einrichtungen und NATO-Funkverbindungen in der Deutschen Bucht. Sie interessierte sich besonders für eine westdeutsche Forschungsplattform." [7]
Daten
Die ACE-High Station Aurich wurde in den Jahren "o.A" erbaut und ging nach einer Testphase im Jahr 1961 in die offizielle Betriebsphase. Die Bezeichnung der ACE-High Station lautete nach der offizielen Inbetriebnahme der Station "Aurich" und die NATO Code hierzu war "AA".
AA - Aurich (A) Allemagne (A) NATO Codierung - Station A
1971, wurden alle ACE-High Stationen im "ACE High Network Europe" neu codiert, die Bezeichnung der ACE-High Station lautete danach "Aurich" und die NATO Code hierzu "AEMZ".
AEMZ - Aurich (A) Allemagne (EM) Stadt / Geländebezeichnung (Z) ACE-High System
1996, Die Betriebsphase endete mit Schliessung der ACE-High Station. [1992 (9)]
Basis Personal der ACE-High Station
siehe Übersicht "Communications electronics personnel requirements for the ACE Frorward Scatter System"
Hintergrundinformationen (5) (6) (10) (12) (13)
"Die Richtfunkstation Tannenhausen ist eine ehemalige militärische Liegenschaft ( ca. 33.800 m2) auf dem Gebiet der Stadt Aurich in Ostfriesland. Die Anlage war Teil des ACE High Richtfunksystem, ein von der NATO in Auftrag gegebenes Frühwarnsystem, in dem ein Netz von miteinander in Verbindung stehenden Richtfunkstationen eine verlässliche und abhörsichere und unmittelbare Kommunikation innerhalb der NATO-Mitgliedstaaten mittels der Troposcatter-Technik gewährleisteten sollte. Das System sollte auch dann noch funktionieren, wenn Kurzwellen-Verbindungen nach dem Einsatz von Kernwaffen beeinträchtigt sind.
In unmittelbarer Nähe der späteren Richtfunkstation begann zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 der Bau eines Scheinflugplatzes, der mit einer Flakstellung gesichert werden sollte. Die Geschütze wurden allerdings nie montiert, wohl aber Unterkünfte für die Mannschaften errichtet. In deren Nähe errichtete die Bundeswehr im Jahr 1961 an der Goldensteinbrücke eine Richtfunkstation (ACE-High Station Emden), die in das ACE High Richtfunksystem der NATO integriert war.
Kernstück der Anlage waren vier etwa 20 m hohe Reflektoren (Parabol-Antennen), (Bild 01) die in für die südlicher Richtung die Kommunikation mit der Station Lammersdorf ( Bild 02) und in nördlicher Richtung mit der Station Kollemorten (Bild 03) in (Dänemark) sicherstellten. Hinzu kamen ein Technik-Gebäude, eine Werkstatt, der Verwaltungstrakt, Garagen, zwei massive Hundezwinger, das Wachgebäude im Eingangsbereich (Bild 05 > 09) sowie ein etwa 5 x 10 m großer unterirdischer Bunker.
Der zentrale Betonmast, mit der Parabolantenne, strahlt in Richtung der AFCENT Microwave Station CIP 67 - Station Brockzetel und wird weitergeleitet zu dem Control Center in Brockzetel zu dem Bunker "Balduin"
Die Betriebsphase endete mit Schließung der Station im Jahr 1996. Ein Jahr später wurde die Liegenschaft an das Bundesvermögensamt überstellt. Anschließend blieb die Frage, wer für die Rekultivierung des in einem Landschaftsschutzgebiet gelegenen Geländes zuständig ist wegen der erwarteten hohen Abrisskosten, lange ungeklärt. Versuche, das Areal zu verkaufen schlugen fehl, wohl auch, weil die Lage in dem Schutzgebiet nur ein privilegiertes Bauvorhaben zuließ, die zwar eine landwirtschaftliche Nutzung, aber keine Wohnnutzung ermöglichte. Die Stadt Aurich hatte zudem eine Abrissverfügung erlassen, da die Nutzung des Geländes nicht mehr gegeben sei, weshalb auch der Bestandsschutz erloschen sei. Dieser Verfügung kam der Bund im Jahr 2001 schließlich nach. Die Gebäude wurden daraufhin abgetragen und auch die Wege- und Platzbefestigung des Stationsgeländes komplett entfernt. Aus Kostengründen wurde der unterirdische Bunker nicht abgetragen, sondern unterhalb der Erdoberfläche mit Sand verfüllt. Die knapp aus dem Boden ragenden Fundamente der Parabol-Antennen blieben stehen. Sie sollen später von der Natur überwuchert werden. Erhalten blieb zudem eine Trafo-Station, mit der die umliegenden Bauernhöfe versorgt werden." [4]
Nach der erfolgten Rekultivierung der Liegenschaft sind prinzipiell keine "Altlasten" mehr erkennbar.
heute (1)
Die militärische Nutzung der Liegenschaft durch das ACE-High System wurde vollständig beendet
2019, Das Gelände der Liegenschaft, ist unter Google Earth erkennbar.
2025, Das Gelände der Liegenschaft, ist unter Google Earth erkennbar.
Zufahrt
Bild - Quellenangaben
(PA) Privates Archiv
(1) Geographische Ansicht
(1) Google Earth, Google Street
(2) Undatierte Luftbildaufnahme aus den 60er Jahren
(2) Quellenschutz, ID 371_02
(3) Station Codes and Network Routes
(3) NATO Linienplan, 1959
(4) Geographic Locations of the NICS
(4) NATO Linienplan, 1976
(5) ACE-High Station Aurich, 1979
(5) Quellenschutz, ID 302_01
(6) ACE-High Station Aurich, ohne Datum
(6) Quellenschutz, ID 371_02_CD
(7) Wikipedia, Allied Joint Force Command Brunssum
(7) Logo, Coat of arms of Allied Joint Force Command Brunssum
(8) Liegenschaft in der Betriebsphase
(8) Quellenschutz, ID 353_01
(9) Video Tannenhausen
(10) Wikipedia, Richtfunkstation Tannenhausen
(10) Das Gelände der ehemaligen Richtfunkstation Tannenhausen (2020)
(11) Wikipedia, File:MercatorRadome.jpg / 2007
(12) Liegenschaft Lammersdorf
(12) Quellenschutz, ID 321_01
(13) Liegenschaft Kollemorten
(13) Quellenschutz, ID 200_01
(14) ACE-High Station Wappen
(14) Quellenschutz, ID 371_02_CD
(15) Wikipedia, Datei:Auricher Schloss-msu-2020-0739-.jpg
Text - Quellenangaben[1] Wikimapia.org / Militär[1] Wikimapia[2] Wikipedia, Logo[3] Wikipedia, Aurich[4] Wikipedia, Richtfunkstation Tannenhausen[5] Wikipedia, Mercator-Kaserne (Euskirchen)[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Mercator-Kaserne[6] Handbuch, Volume I[6] Quellenschutz, ID 201_01[7] ( Ministerium für Staatssicherheit) "maritime politisch-operative Aktion"[8] Das Bundesarchiv, Stasi Mediathek[9] Antennen[9] Quellenschutz, ID 377_01